Toiletten in Japan

In diesem Blog möchte ich euch über japanische Toiletten erzählen, weil sie ein bisschen anders sind als bei uns, und einige zusätzliche Funktionen haben. – und eben keine stillen Örtchen sind.

Also… auf dem Bild seht ihr schon, dass neben der Toilette ein „Board“ ist, auf dem es verschiedene Tasten gibt. Die Beschriftung ist natürlich großteils auf japanisch, aber es sind zum Teil auch Zeichen abgebildet – UND überall ist auch die Brailleschrift vorhanden, ich glaube aber, das ist natürlich die japanische Brailleschrift.

Welche Funktionen gibt es?

Den Japanern ist es offensichtlich sehr unangenehm, wenn irgendwelche Geräusche auf der Toilette nach draußen gelangen. Daher ist eine Taste dafür da, dass verschiedene Töne das Überdecken, die Lautstärke kann man auch einstellen. Das kann z.B. Musik sein, oder Wasserrauschen oder das Geräusch einer Klospülung. Wenn du das hörst, heißt das also nicht automatisch, dass gleich die Tür aufgeht und du dran bist.

Und dann gibt es einige Tasten, um deinen Po oder vordere Bereiche abzuspülen und dafür den Druck einzustellen. Die WC-Spülung ist zum Teil auch auf diesem Board, wobei du zwischen einer kleinen und großen Spülung wählen kannst.

Das ist aber nicht immer so. Manchmal ist die Spültaste auch extra an der Wand, oder an einer anderen Stelle am WC angebracht. Es gibt aber auch Hebel an der Seite des Spülkastens, den man nach vorne, hinten oder unten drücken muss. Manchmal wird auch automatisch gespült. Es war jedenfalls oft eine Herausforderung und nervig, diese Taste zu finden, vor allem - wenn man so wie ich - schlecht sieht.

Eine weitere Taste ist wahrscheinlich auch für die Sitzheizung am WC. Viele Toiletten hatten so eine Sitzheizung, was für mich sehr ungewohnt aber meistens angenehm war. Nur in einem Hotel war diese Heizung so heiß eingestellt, dass wir an der Rezeption bitten mussten sie abzudrehen. Das war zwar ein bisschen peinlich, aber wir wussten einfach nicht, wie wir sie abstellen konnten, weil alles nur auf japanisch beschriftet war. Auch mit dem Übersetzungsprogramm konnten wir keinen „Abschaltknopf“ finden. Dafür den Hinweis, dass man nicht so lange sitzen bleiben soll, weil man sich sonst verbrennen kann.

Bei manchen Toiletten geht außerdem der Klodeckel automatisch auf und zu, das heißt, man muss warten, bis der Deckel offen ist.

Bei manchen Toiletten gibt es eine Gebrauchsanleitung, die zeigt, wie man die Toilette richtig verwendet.

Das Klopapier in Japan ist generell extrem dünn und einlagig. Man kann fast durchsehen. Man braucht gefühlt einen Meter Klopapier und muss es oft zusammenlegen, damit man es gut verwenden kann. Daran musste ich mich erst gewöhnen.

Dafür gab es so gut wie überall immer ausreichend davon. Nach drei Wochen in Japan habe ich mich aber schon sehr über das dicke Klopapier gefreut.

Papierhandtücher hingegen gibt es in Japan in öffentlichen Toiletten meistens keine. Wir haben uns gleich zu Beginn unserer Reise deswegen kleine Handtücher gekauft und sie täglich verwendet.

Dann gibt es manchmal noch die alten „traditionellen japanischen“ Toiletten. Dabei handelt es sich um eine „Loch-im-Boden“-Variante, bei der man sich hinhocken muss. Das ist natürlich nicht so angenehm.

Das beste an japanischen Toiletten ist, dass es überall, wo wir waren, welche gibt und sie immer extrem sauber waren, sogar an Bahnhöfen oder abgelegenen Orten. Das finde ich echt beeindruckend und würde mir wünschen, dass die Menschen bei uns auch so sauber sind und die WCs so ordentlich hinterlassen!

Ich hoffe, der Beitrag gefällt euch!
Hier ist der Link zum Video: https://youtu.be/5g8QVTt0bxM?si=MhoWwOjuunlXL1Gu

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