Fahrt durch die Verdonschlucht

Am Sonntag hatten wir vor zur Verdonschlucht zu fahren. Bei den Vorbereitungen zur Frankreichreise haben wir Bilder der Schlucht gesehen und wollten nachschauen, ob sie wirklich so schön ist.

An einem Ende der Verdonschlucht liegt der Ort Castellane und am anderen Ende Moustiers-Sainte-Marie. Unser Plan war es, auf einer Seite der Schlucht von Castellane nach Moustiers-Sainte-Marie und auf der anderen Seite wieder zurückzufahren.

Also sahen wir uns zunächst den kleinen Ort Castellane an. Wir schlenderten durch die wenigen engen Gassen, die voller kleiner Geschäfte und Restaurants waren. Wir besorgten uns dort köstliche französische belegte Baguettes für ein kleines Mittagessen. Besonders gefallen hat mir ein Berg bzw. großer Felsen, auf dem sich eine kleine Kirche befand. Jeder, der hinaufging, konnte eine Glocke läuten, weshalb man oft das Gebimmel hörte.

Anschließend fuhren wir in die Schlucht, die zuerst wie eine idyllische Flusslandschaft beginnt, an der Leute baden oder Kanu fahren. Die Straße war sehr kurvig und der Fluss grub sich immer tiefer in das Gestein. An der Seite der Straße gab es immer wieder Ausbuchtungen, in denen man parken und Fotos machen konnte, was wir ständig in Anspruch nahmen, um die wirklich beeindruckende Verdonschlucht zu fotografieren.

Um auf der „richtigen“ Seite mit dem Auto zu fahren, hatten wir ursprünglich geplant, eine große Runde von der Landstraße weg entlang der Schlucht zu fahren. Wir wussten allerdings nicht, dass ein Teil der Strecke nur einspurig befahrbar war – total eng! - und so mussten wir wieder umkehren. Wir nutzen die Gelegenheit, um unsere Baguettes zu essen, die wirklich köstlich waren!

Weiter ging es entlang der Schlucht, die mittlerweile bis zu 700 Meter in die Tiefe ging. Auf dem Weg hielten wir erneut an, um die Schlucht mit dem türkisfarbenen Wasser zu bewundern. Auf dem Fluss konnte man kleine Boote sehen, und in der Ferne erkannte man einen riesigen Stausee, dem wir immer näherkamen. Am Ende der Schlucht verband eine Brücke die beiden Seiten des Tals. Ich fand die Aussicht einfach wunderschön.

Schließlich kamen wir in Moustiers-Sainte-Marie an und erkundeten das kleine Städtchen. Es liegt direkt an einem hohen Felsen und wird von Bergen umringt. Wir gingen durch die Fußgängerzone, in der es viele Geschäfte und Restaurants gab. Besonders malerisch war der kleine Fluss, der in einer tiefen Klamm mitten durch die Stadt fließt. Um auf die andere Seite zu gelangen, mussten wir eine Brücke überqueren. Es wäre möglich gewesen, zu einer Kirche auf dem direkt in die Höhe ragenden Berg aufzusteigen, doch wir entschieden uns dagegen. Zwischen den Bergen hing ein kleiner Stern, was ich sehr schön empfand. Nachdem wir über die Brücke gegangen waren, entdeckten wir auch dort weitere Geschäfte und Restaurants.

Bevor wir Moustiers-Sainte-Marie verließen, fuhren wir noch einmal zur Brücke und hielten dort an, um den Beginn der Schlucht und den Stausee zu betrachten. Die Brücke hatte auf beiden Seiten Gehwege, und wir nutzten die Gelegenheit, um Fotos von beiden Seiten zu machen. Der Blick auf die Schlucht und das klare Wasser war einfach traumhaft.

Danach setzten wir unsere Fahrt auf der anderen Seite des Berges fort, wobei wir immer wieder anhielten, um die Aussicht zu genießen. Die Straße war auch auf dieser Seite der Schlucht sehr kurvenreich und eng, und führte manchmal durch schmale Tunnel, die nur einspurig befahrbar waren. Bevor wir durchfahren durften, mussten wir hupen. Langsam begann die Sonne unterzugehen. Die Berge im Licht der untergehenden Sonne waren ein unvergesslicher Anblick. Bei einem Aussichtspunkt gab es eine kleine Plattform, von der aus man die Berge besonders gut sehen konnte, und wir sehr viele Fotos machten. Ich fand es unglaublich beeindruckend, wie die Berge im Sonnenuntergang leuchteten.

Nun war es finster geworden und wir waren froh, nach den kurvigen Straßen wieder auf der Autobahn nach Nizza zu sein.

Nach einem traumhaften schönen Tag kehrten wir spät am Abend ins Hotel zurück.

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