Mein Alltag mit doppelter Behinderung.

In diesem Blog geht es um meine Erfahrungen mit beiden Einschränkungen.

Ich muss euch leider gleich sagen, dass es nicht einfach ist.

Mir fällt es schwer, meine doppelte Behinderung zu akzeptieren, weil ich gerne Dinge machen würde, die ich so nicht kann. Z.B. darf ich nicht Auto fahren.

Außerdem ist es für mich schwierig, mich in unbekannter Umgebung zu orientieren. Wenn z.B. ein öffentliches Verkehrsmittel eine Störung hat, weiß ich nicht, wie ich zu meinem Ziel komme. Die Durchsagen bei einer Störung kann ich kaum verstehen und weiß daher nicht, was los ist und was ich tun soll. Ich fühle mich daher manchmal ein bisschen unsicher.

Gott sei Dank gibt es mittlerweile die Wien Mobil App, auf der ich nachschauen kann, was passiert ist und wie lange die Störung dauert. Bis jetzt bin ich damit immer an mein Ziel gekommen.

Oder wenn ich zu einem Ort fahren muss, den ich nicht kenne, brauche ich das erste Mal immer jemanden, der mich dorthin begleitet. Das nächste Mal komme ich aber schon alleine zurecht. Außerdem kann ich mir helfen, wenn ich auf GoogleMaps den Weg anschaue und dann weiß, wohin ich gehen soll.

Wenn auf den Gehsteigen Baustellen sind, kann das für mich zum Problem werden. Sie sind ja oft mit Planken abgedeckt und für mich richtige Stolpersteine. Oft gibt es dort viele Unebenheiten, die ich einfach nicht sehen kann. Da muss ich total aufpassen.

An meiner Hörbehinderung stört mich am meisten, dass ich nicht mitreden kann, wenn ich in einer lauter Umgebung bin. Da es aber kaum eine Umgebung OHNE Hintergrundgeräusche gibt, fühle ich mich sehr oft ausgeschlossen und habe kaum Kontakte.

Oft bitte ich die Leute, lauter, deutlicher oder langsamer zu sprechen. Das halten die meisten aber nur eine kurze Zeit durch, dann sprechen sie wieder genauso wie vorher. Wenn ich etwas nicht verstanden habe und die Leute bitte, das zu wiederholen, machen das viele nicht. Manchmal bitte ich Leute in einer lauten Umgebung, mit mir hinauszugehen, damit ich sie verstehen kann. Aber auch das machen nur die wenigsten.

Das alles ist für mich sehr frustrierend, und ich bin dann grantig und genervt. Ich wünsche mir wirklich, dass die Leute mehr Verständnis für mich haben und Rücksicht nehmen würden. Leider finde ich keine Lösung, wie ich diese Situationen selber verbessern kann.

Meine große Hoffnung ist, dass es bald einen Audioprozessor gibt, mit dem man die Sprache auch in lauter Umgebung gut verstehen kann.

Ihr merkt, es ist nicht leicht. Ich versuche trotzdem das Beste daraus zu machen, stoße aber – gerade was Gespräche betrifft – an meine Grenzen.

Ich hoffe, der Beitrag war interessant für euch!

Hier ist der Link zum Video: https://youtu.be/3ZILHBPB01U?si=sBdpwE0OkrNbCh5E

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Hörsehbehindert Schifahren???

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Wie und was höre ich mit und ohne CIs?